Generationen übergreifendes Wohnprojekt

Der Bauherr

Bauherr ist die WIN GmbH, ein Tochterunternehmen des „Wohnen und INtegration im Quartier e.V. (WIN e.V.)“, Nürnberg. Der Verein, vormals „Nürnberger Nothilfe e.V., Nürnberg, besteht bereits seit 90 Jahren. Die WIN GmbH ist zur Errichtung Generationen übergreifender Wohnprojekte gegründet worden. 

Das Ziel

Nachbarschaftliches und solidarisches Zusammenleben wie in einer Großfamilie.

Das Projekt

In der Marthastr. 31 – 39, 90482 Nürnberg, hat die WIN GmbH, Nürnberg,  (www.wingmbh.de) ein Generationen übergreifendes Wohnprojekt mit 62 Mietwohnungen, Gemeinschaftsräumen, einer integrativen Kindertagesstätte, Gewerbeeinheiten, Tiefgarage und Außenstellplätzen errichtet. 17 der 62 Wohnungen sind im Rahmen der einkommensorientierten Förderung (EOF) mit Mitteln des Freistaates Bayern finanziert worden. 

Es wurde ein sehr hoher Energiestandard realisiert, nämlich KfW 55 mit Solarthermie. Die Nebenkosten für Warmwasser und Heizung werden im Vergleich zum herkömmlichen Wohnungsbau voraussichtlich um 50 % niedriger sein.

Das Konzept

Die 62 Wohneinheiten werden als Generationen übergreifendes Wohnprojekt organisiert.  Die Hausgemeinschaft besteht  aus einer bunten Mischung von Jung und Alt, von Familien, Paaren, Frauen und Männern, mit und ohne Kinder, behindert und nicht behindert und unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Hier sind Menschen mit Behinderung, Menschen jeglicher Nationalität, Hautfarbe und Religion willkommen. Beim gemeinsamen Wohnen stehen gelebte Solidarität und gegenseitige Unterstützung in alltäglichen Situationen, Mitbestimmung und Selbstverwaltung im Mittelpunkt.

Es wird erwartet, dass sich alle Bewohner und Bewohnerinnen gemäß ihren Talenten und Möglichkeiten in die Gemeinschaft einbringen und damit einen Beitrag zu einem lebendigen Miteinander des Gemeinschaftslebens erbringen.  Integrationsbereitschaft und -fähigkeit sind deshalb unabdingbare Voraussetzungen. um von den Hausgemeinschaften als Mitglied aufgenommen zu werden. Die verschiedenen Generationen können ihre Fähigkeiten einbringen und sich unter einem  Dach füreinander engagieren.

Der nachhaltige Zusammenhalt der Hausgemeinschaften wird dadurch gewährleistet, dass Mieter unseres Wohnprojekts nur derjenige werden kann, der von einer dieser Hausgemeinschaften als Mitglied aufgenommen und von den Mitgliedern aller Gruppen akzeptiert wird.  

Wir haben von Anfang an die Mietinteressenten unseres Wohnprojekts an dem Entwicklungsprozess unseres Projekts teilhaben lassen: Bei der Grundstückssuche, bei der architektonischen Konzeption und Gestaltung des Wohngebäudes, bei dessen Ausstattung und bei der Gartengestaltung.

Generationen übergreifende Mieterschaft

Von Anfang an legten wir Wert darauf, dass sich die Mieterschaft auf junge (unter 40 Jahren), mittelalte (40 bis 60 Jahre) und ältere (über 60 Jahre) Menschen etwa zu je einem Drittel aufteilt. Dies ist auch gelungen, und zwar unter anderem dadurch, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Altersgruppen auch architektonisch berücksichtigt wurden.  

Junge und ältere Menschen finden hier gutgeschnittene, auch kleine Wohnungen mit durchdachten Grundrissen, soziale Entfaltungsmöglichkeiten und Mitwirkung in der Hausgemeinschaft und der Nachbarschaft, gute Infrastruktur, zentrumsnahe Lage und Nähe zu einer Vielzahl von Freizeitaktivitäten.

Familien mit Kindern bietet das Projekt ein kinderfreundliches Umfeld: 

Gutgeschnittene Wohnungen für 8,75 €/m² bzw. 9,00 €/m² zuzügl. Betriebskosten, 

eine Gartenanlage mit Kinderspielplatz und Grünflächen, die betreten werden dürfen

eine im Haus befindliche Kindertagesstätte für Kinder im Vorschulalter, 

eine kinderfreundliche, aufgeschlossene Gemeinschaft und Nachbarschaft, 

die Nähe zu den Grünanlagen am Wöhrder See und zum Freibad Bayern 07, 

öffentliche Verkehrsmittel in unmittelbarer Nähe, 

eine gute Infrastruktur. 

 

Ältere Menschen finden eine aufgeschlossene Gemeinschaft vor, in der eine Vereinsamung und Vereinzelung älterer Menschen vermieden werden kann. Das Gebäude und die Außenanlagen sind barrierefrei, so dass die Mieter auch bei zunehmend eingeschränkter Mobilität und Behinderung bis ins hohe Alter in ihrem vertrauten Umfeld wohnen bleiben können. Hauseingangstüren und die Türen zu den Laubengängen sind automatisiert und somit für Rollstuhlfahrer und ältere Menschen, die gehbehindert oder auf einen Rollator angewiesen sind, leicht passierbar. Die Gartenanlage ermöglicht eine Vielzahl von Ruhe- und Begegnungsplätzen, so dass sich Menschen zurückziehen können oder die Möglichkeit haben, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen.